Online-Betrug auf Phuket: Frau wegen Scheinkonten verhaftet

Großfahndung in Phuket erfolgreich: Polizei schnappt 38-jährige Betrügerin direkt vor einem Hotel. Sie soll für Online-Gaunereien mit sogenannten Mule-Konten verantwortlich sein. Doch die Tatverdächtige wehrt sich verbissen.

PATONG, THAILAND – Eine 38-jährige Frau namens Kochamon ist auf dem Parkplatz eines Hotels an der Thaweewong Road in Patong festgenommen worden. Die Polizei führte drei Haftbefehle wegen mutmaßlicher Beteiligung an Online-Betrug mit sogenannten „Mule-Konten“ aus, die Opfer um insgesamt mehr als 100.000 Baht gebracht haben sollen; die Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe.

Festnahme vor dem Hotel

Laut Angaben der Behörden stellten Beamte die Frau auf dem Hotelparkplatz und legten ihr die Haftbefehle vor. Sie wurde in Gewahrsam genommen und zur Polizeistation Phuket City gebracht.

Die Haftbefehle waren nach Behördenangaben bereits ausgestellt worden, weil ihre Konten mehrfach mit betrügerischen Transaktionen in Verbindung gebracht worden seien. Ermittler hatten Informationen erhalten, dass die Verdächtige im Hotel erscheinen würde.

Welche Anklagen erhoben werden

Die Vorwürfe umfassen laut Gerichtsdokumenten und Behördenangaben die Unterstützung von Betrug gegen die Öffentlichkeit sowie das Eingeben falscher Informationen in Computersysteme. Weiterhin wird ihr vorgeworfen, Bankkonten eröffnet oder anderen überlassen zu haben, damit diese für kriminelle Zwecke genutzt werden konnten.

Die Haftbefehle stammen den Angaben zufolge von den Provinzgerichten in Phuket, Chiang Mai und Thanyaburi. Gegen die Frau wurden damit mehrere strafrechtliche Schritte eingeleitet.

Opfer berichteten von Facebook-Werbung

Betroffene hatten nach Angaben der Ermittler auf Facebook bezahlte Anzeigen gesehen, Bestellungen aufgegeben und Geld überwiesen, ohne die bestellten Waren zu erhalten. Diese Hinweise führten die Spur zu bestimmten Bankkonten.

Polizisten folgten den Geldflüssen und fanden wiederholt Transaktionen auf Konten unter dem Namen Kochamon, die angeblich von Betrügern genutzt wurden. Die Verbindung zu diesen Konten spielte eine zentrale Rolle für die Ausstellung der Haftbefehle.

Schaden und Herkunft der Haftbefehle

Die Ermittler geben an, dass der Gesamtschaden über alle Fälle hinweg mehr als 100.000 Baht beträgt. Diese Summe fasst nach Behördenangaben mehrere betrügerische Geschäfte zusammen.

Die drei Haftbefehle wurden von den Provinzgerichten in Phuket, Chiang Mai und Thanyaburi erlassen, weil die Konten der Beschuldigten wiederholt als Empfangskonten für betrügerische Zahlungen genutzt worden sein sollen.

Kochamon bestreitet die Vorwürfe

Die Festgenommene wies die Anschuldigungen zurück und erklärte, sie habe ihr Bankkonto an einen Freund verliehen und nichts von dessen Nutzung für betrügerische Aktivitäten gewusst. Die Identität des Freundes wird in den Ermittlungsunterlagen nicht genannt.

Unklar bleibt nach Angaben der Behörden, ob die angegebenen mehr als 100.000 Baht den Gesamtschaden aller Fälle oder nur einzelne Vorwürfe betreffen; die Ermittlungen und rechtlichen Schritte gegen die Beschuldigte laufen weiter.

Polizei leitet Verfahren ein

Nach der Festnahme brachte die Polizei die 38-Jährige zur weiteren Bearbeitung zur Polizeistation Phuket City, und die Behörden leiteten rechtliche Schritte gegen sie ein. Die Akten enthalten demnach die Verbindungen zwischen den Konten und mehreren Betrugsfällen.

Die Ermittlungen dauern an, um weitere Details zu den mutmaßlichen Betrugsfällen und der Rolle der Beschuldigten zu klären.

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