Urlaubsalbtraum in Thailand: Frau nach Reitunfall mit 70.000 Euro Schulden

Albtraum im Thailand-Urlaub: Nach einem Reitunfall sitzt ein britisches Paar auf 70.000 Euro Schulden fest. Die Versicherung verweigert die Zahlung, weil der Ausritt als Extremsport gilt. Rettung oder finanzieller Ruin?

NORFOLK, UK – Jo (56) und Stu Ingram sind nach zwei Monaten aus Thailand zurückgekehrt, nachdem Jo sich während eines Pony-Ausritts am Strand in Krabi am 8. März das Rückgrat an drei Stellen gebrochen hatte und notoperiert werden musste. Das eigentlich als zweiwöchiger Urlaub zum 20. Hochzeitstag geplante Reisen endete in einer medizinischen und finanziellen Belastungsprobe: Die Reiseversicherung zahlte nicht für die Behandlung, weil Reiten als „Extremsport“ ausgeschlossen war, und das Paar stand vor Kosten von rund 60.000 GBP.

Sturz am Strand

Jo fiel während eines Pony-Ritts in der Nähe ihres Hotels in Krabi und wurde mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht.

Röntgenaufnahmen zeigten, dass Bruchfragmente auf der Wirbelsäule lagen; Jo beschrieb den Schmerz mit den Worten: „Ich habe noch nie einen solchen Schmerz gekannt.“

Versicherung deckte Reiten nicht

Die Reiseversicherung weigerte sich, die Kosten zu übernehmen, weil Reiten als „Extremsport“ eingestuft wurde.

Das Paar gab zu, dass es das Kleingedruckte der Police vor der Abreise nicht gelesen hatte.

Not-Operation und Krankenhausaufenthalt

Um mit der Behandlung zu beginnen, zahlten die Ingrams zunächst 12.000 GBP als Anzahlung; für die folgende Wirbelsäulen-Operation fielen weitere 12.000 GBP an.

Die Operation dauerte sieben Stunden; Jo blieb insgesamt drei Wochen im Krankenhaus und sagte: „Es gab Zeiten, da dachten wir, wir würden nicht nach Hause kommen.“

Dengue-Fieber verschlechterte Lage

Später erkrankte Jo zusätzlich an Dengue-Fieber nach einem Mückenstich und verbrachte weitere zehn Tage am Tropf im Krankenhaus.

Die Behandlung des Dengue-Fiebers war durch eine nachträglich abgeschlossene Versicherungspolice gedeckt.

Spenden und Heimkehr nach Norfolk

Der Arbeitgeber von Stu aus Great Yarmouth organisierte eine Online-Spendenaktion, die etwa 18.500 GBP einbrachte, um Flüge und einen Teil der medizinischen Kosten zu decken.

Nach rund zwei Monaten kehrte das Paar nach Belton in Norfolk zurück; sie hatten Ersparnisse eingesetzt und konnten sich keinen längeren Krankenhausaufenthalt mehr leisten, weshalb sie nach drei Wochen ins Hotel umzogen.

Finanzielle Folgen und laufende Genesung

Die Familie sah sich mit Kosten von insgesamt rund 60.000 GBP konfrontiert und nutzte Ersparnisse sowie Spendengelder, um Flüge, Hotels und Behandlungen zu bezahlen. Jo erholt sich langsam mit einer Gehhilfe und hofft, zu ihrer Arbeit als tierärztliche Empfangskraft zurückkehren zu können; sie sagte, es liege noch „viel mentale Heilung“ vor ihr.

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0 Kommentare

  1. Peter Pepermans

    Das gleiche wie oben beim Rollerfahrer. Man muss lesen wofür/wogegen man versichert ist und bei entsprechenden Interessen eine andere, teurere Versicherung abschließen.

  2. Wolfgang7

    Jetzt fehlt nur noch das die nächste Reiseversicherung Thailand als „Extremland“ eingestuft wird um weiter Ausreden zu generieren.
    Solche unterirdische Versicherungen müssen öffentlich gemacht werden, damit sie hoffentlich keine Kunden mehr bekommen!

  3. Peter Schneider

    Typisch Versicherung, teure Prämien kassieren, aber im Schadenfall mit versteckten Klauseln und dümmlichen Ausreden feige den Schwanz einziehen!

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