Paukenschlag in Thailand: Regierung kündigt MOU 44 mit Kambodscha auf

Die Regierung kündigt das umstrittene Meeresabkommen MOU 44 mit Kambodscha nach 25 Jahren Stillstand auf. ThailandFirst gilt ab jetzt, doch Hun Sen warnt bereits vor fatalen Folgen für die Region.

Paukenschlag in Thailand: Regierung kündigt MOU 44 mit Kambodscha auf
Foto: ThaiRath

Bangkok, Thailand – Das thailändische Kabinett hat die Aufhebung des MOU 44 gebilligt. Premierminister Anutin Charnvirakul spricht von einer politischen Entscheidung nach 25 Jahren ohne Fortschritt.

Kabinett kippt MOU 44

Um 12.30 Uhr im Regierungsgebäude verkündete Anutin die Entscheidung. Das Kabinett hat die Aufhebung des MOU 44 genehmigt.

Die Regierung bereitet nun ein Schreiben vor, um die andere Partei offiziell zu informieren.

Anutin weist Konflikt ab

Anutin stellte klar, dass die Aufhebung nichts mit Spannungen mit Kambodscha zu tun habe. Er nannte sie eine politische Entscheidung.

Er sagte, nach 25 Jahren gebe es keinen Abschluss und keinen Fortschritt. Als Referenz nannte er UNCLOS, da beide Länder Vertragsparteien sind.

Neue Gespräche brauchen Neues

Nach Anutins Worten regelte das MOU 44 die Aufteilung von Unterwasserressourcen. Sollten neue Gespräche folgen, müsse neu verhandelt werden.

Er sprach dabei von einem möglichen neuen Abkommen, vielleicht einem MOU 70. Rechtlich sei die Aufhebung aber noch nicht wirksam, da die andere Partei erst benachrichtigt werden muss.

Hun Sen warnt vor Streit

Auf die Sorge von Samdech Hun Sen, die Aufhebung könne Streit verschärfen, reagierte Anutin knapp. Er sagte, man müsse Hun Sen interviewen.

Für Thailand gelte bei den Gesprächen das Prinzip „Thailand First“. Er betonte, Thailand habe nichts zu verlieren.

Grenze bleibt unter Kontrolle

Auch zur Lage an der Grenze gab Anutin Entwarnung. Er sagte, Militär und Grenzschutz seien voll im Einsatz.

Er verwies auf die tägliche Beobachtung durch die Sicherheitskräfte. Die Lage habe sich nach seinen Worten sogar verbessert.

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