THAILAND – Der Brite Jude O’Connor wurde bei einem Motorradunfall in Thailand schwer verletzt und steht nun vor hohen Privatkosten: Seine Reiseversicherung verweigerte die Zahlung, weil das geliehene Motorrad größer war als in der Police erlaubt, seine Familie musste rund GBP 23.000 leihen.
Wie es zum Unfall kam
Sechs Tage nach Beginn einer geplanten zweimonatigen Reise stieß Jude O’Connor bei einem Unfall in Thailand mit einem anderen Motorrad zusammen und wurde gegen ein geparktes Auto geschleudert, sagte er.
Der Unfall ereignete sich im März. O’Connor zog sich dabei schwere Verletzungen zu und musste dringend operiert werden.
Versicherung lehnte Kostenübernahme ab
O’Connor wartete auf eine Entscheidung seiner Versicherung, erhielt aber später die Mitteilung, dass die Police den Anspruch nicht abdecke, weil das gefahrene Motorrad mit 125 ccm die Deckungsgrenze von 50 ccm überschritt.
Er sagte, er habe geglaubt, durch seine Reiseversicherung und seinen internationalen Führerschein abgesichert zu sein; offenbar war er von Ausschlüssen in der Police überrascht.
Operation privat bezahlt und Rückkehr nach Großbritannien
Weil die Versicherung nicht zahlte, ließ die Familie die notwendige Operation privat durchführen. O’Connor verbrachte fast zwei Wochen im Krankenhaus in Thailand, während seine Eltern einflogen, um ihn zu begleiten.
Im April kehrte er nach Großbritannien zurück – die Heimreise erforderte ein „Fit-to-Fly“-Formular und die Zustimmung des Chirurgen. Nach der Rückkehr unterzog er sich weiteren rekonstruktiven Eingriffen und steht nun bis zu einem Jahr Physiotherapie bevor.
Finanzielle Folgen und Spendenaufruf
Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund GBP 23.000, die seine Eltern haben leihen müssen, sagte O’Connor; das belastet die Familie stark.
Am 23. April startete er eine GoFundMe-Kampagne mit dem Ziel von GBP 17.500, um bei der Rückzahlung zu helfen. Er sagte, er fühle sich „unglaublich schuldig“ wegen der finanziellen Belastung für seine Familie.
Warnung an Reisende und die Gefahr auf Thailands Straßen
O’Connor will andere Reisende warnen, ihre Versicherungspolicen genau zu prüfen, bevor sie im Ausland Motorrad fahren, und rät, die Deckungsgrenzen für Hubraum klar abzuklären. The Mirror berichtete, dass Motorradunfälle in Thailand ein großes Sicherheitsproblem sind und jährlich zwischen 14.000 und 15.000 Todesfälle mit Motorrädern in Verbindung gebracht werden.
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Eines haben alle Versicherer gemeinsam. Du brauchst die richtige Führerscheinklasse UND das Tragen eines Sturzhelm ist obligat. Ansonsten Leistungsfähigkeit. Das Bild vom Gesicht beantwortet schon alles.
Die. Gesichtsverletzungen können auch vom Helm stammen. Gebrochene Scheibe zum Beispiel.
Das kann durchaus ein Jet Helm gewesen sein. Mehr bekomme ich bei meiner Frau auch nicht durchgesetzt. Ich selber ziehe, auch in Thailand, einen Schuberth C5 vor. Aber ich weis auch warum….einen C4 hat es auf dem Kopf zerschlagen, ich blieb heil.
Ist schon auffällig, daß es immer die Tommies erwischt, bei denen die Versicherung nicht zahlt. Entzerrung: wenn man -Verzeihung- zu dämlich ist, entweder eine grundsätzlich falsche Versicherung abzuschließen, oder sich bewußt gegen die im Vertrag ausdrücklichen Bedingungen zu entscheiden, dann kann doch die Versicherungsgesellschaft nichts dafür! In diesem Fall hat der Engländer voll den Schwarzen Peter gezogen, selber schuld!
Wusste gar nicht, dass man in Thailand Motorräder unter 50 ccm mieten kann. Somit ist eine solche Versicherung rausgeschmissenes Geld.
Wer in seinem Heimatland kein Motorrad gefahren ist, sollte gefälligst in Thailand die Finger davon lassen. Die chaotischen Verhältnisse und die sehr rutschigen Straßen haben schon etwas an sich. Ich habe in D. ca. 120 000 km mit Big Bikes zurückgelegt und habe hier mein Temperament gedrosselt. Schon vor 44 Jahren auf Bali, fast kein Australier ohne Schürfwunden den Armen und Beinen. Fahre auch hier noch gern.
Standard-Reiseschutz: Viele Reisekrankenversicherungen schließen motorisierte Zweiräder (Mopeds, Roller, Motorräder) in ihren Bedingungen explizit aus!!!
Spezial-Tarife: Bei Anbietern wie der SafetyWing Nomad Insurance (Tarif Complete) oder Genki Traveler (einziger Anbieter, der Mopeds bis 125ccm oft auch ohne Motorradführerschein abdeckt) sind Mopedunfälle je nach gewähltem Tarif explizit eingeschlossen.