Lärm-Ärger: Pattaya-Polizei konfisziert Bikes von Deutschem 

Lärm-Terror in Pattaya: Polizei beschlagnahmt Luxus-Motorräder eines Deutschen! Anwohner meldeten exzessive Auspuff-Attacken via Social Media. Jetzt droht dem 62-Jährigen nach der Stilllegung seiner Maschinen ein juristisches Nachspiel.

Pattaya – Ein 62-jähriger Deutscher ließ seinen Ducati-Motor in der Soi Buakhao immer wieder aufheulen. Anwohner filmten es, stellten das Video auf Facebook – und die Polizei handelte sofort. Jetzt sind beide Motorräder des Rentners weg.

Video auf Facebook – Polizei stand einen Tag später vor der Tür

Am 14. Mai kursierten Aufnahmen in sozialen Netzwerken: Ein Ausländer auf einer roten Ducati, Soi Buakhao, Pattaya – er gab Gas. Immer wieder. Die Anwohner hatten genug, filmten und luden das Video auf Facebook hoch.

Die Verkehrspolizei der Pattaya City Police Station sah die Clips – und erkannte den Mann auf dem Sattel. Noch am selben Tag wurde er zur Befragung auf die Wache eingeladen.

Ducati 821 und BMW G310 – beide durch den Dezibel-Test gefallen

Untersucht wurden zwei Maschinen: eine rote Ducati 821 mit Chonburi-Kennzeichen – das Motorrad, das er zum Zeitpunkt der Beschwerden fuhr – und eine weiße BMW G310 mit Bangkoker Kennzeichen, die in einem der Beschwerde-Videos zu sehen war.

Beim Dezibel-Test fielen beide Maschinen durch. Beide überschritten die gesetzlich zulässigen Lärmgrenzwerte nach thailändischem Recht. Die Polizei beschlagnahmte beide Fahrzeuge auf der Stelle. Offizielle Beschlagnahmeprotokolle wurden angefertigt. Der Fall landete umgehend bei den Ermittlern zur weiteren rechtlichen Verfolgung.

Rentnervisum, 62 Jahre alt – und jetzt ohne Motorrad

Der Beschuldigte ist deutscher Staatsbürger, 62 Jahre alt, lebt mit Rentnervisum in Thailand. Zur Befragung erschien er auf der Pattaya City Police Station. Ob er wusste, dass seine Maschinen die Grenzwerte überschritten, klären jetzt die Ermittler.

Beide Motorräder bleiben bis auf weiteres beschlagnahmt. Eine Rückgabe hängt vom Ausgang des Verfahrens ab.

Pattaya greift durch – Lärmsünder müssen mit Beschlagnahme rechnen

Die Pattaya City Police bekräftigte nach dem Vorfall ihren Kurs: Laute Motorräder werden konsequent aus dem Verkehr gezogen. Soziale Medien funktionieren dabei als verlängerter Arm der Behörden – wer gefilmt wird, riskiert, dass die Polizei noch am selben Tag reagiert.

Für Expats und Touristen gilt: Wer in Thailand mit einem Motorrad unterwegs ist, das die zulässigen Dezibelwerte überschreitet, riskiert die sofortige Beschlagnahme – unabhängig von Nationalität oder Visumsstatus.

0 Kommentare

  1. Oskar Kusch

    Finde ich super! Wenn man nun auch noch die paar zigtausend aufgebohrten Mopeds der Einheimischen genauso aus dem Verkehr ziehen würde, würde auch ein Schuh daraus. 👍👍👍

    1. selbstverständlich wusste der, das die Motorräder zu laut waren, er fand das wahrscheinlich prima! Im übrigen hat Oskar es treffend erkannt, das es weitaus mehr Einheimische gibt, deren zu laute Motorräder und Autos Probleme verursachen!
      Denen müsste sich die Polizei landesweit mehr widmen, aber gerade hier in den Provinzen schaut die Verkehrspolizei weg, bzw. überhört und übersieht die Lärmprobleme, weil sie scheinbar keine Lust haben, dagegen vorzugehen!

      1. Bei uns in der Provinz sind die fast jede Nacht unterwegs. Der Unterschied zur Buakhao ist, hier liegen die Anwohner im Bett anstatt zu filmen. Wobei ich annehme, die Jungs sind in den Dörfern jedem bekannt…aber Ärger will man sich auch nicht einhandeln.

    2. Klaus Zimmer

      Da stimme ich Dir unumwunden zu. Jeden Tag ob in der Stadt, an den zahlreichen Straßen am Meer rund um Pattaya oder zum Beispiel am Watyan bei mir um die Ecke. Hunderte von Einheimischen mit modifizierten extrem lauten Motorradrädern könnte die Polizei dort jeden Tag beschlagnahmen. Wenn Sie es denn wollten!
      So wird halt oft mit zweierlei Maß hier gemessen. Was ein Thai tut wird 10 mal so schlimm tut es ein Farang! Ich spreche aus eigener Erfahrung!

      1. Andreas Fincke

        Ich plane nach heutigem Stand nach dem Umzug ein Niu NIQX 300 zu erwerben – für irgendwas muss die PV Anlage ja gut sein.
        Ja, etwas langsam, dafür hat es die benötigte Reichweite, um auch mit der Frau mal nach Pattaya zu fahren. Das nächst größere Modell wäre von der Leistung interessanter, aber ich bin dann auch 70 Jahre alt und bei gleicher Akkugröße geht die Leistung mit negativer Korrelation auf die Reichweite. Dazu dann einen Buffer für Alterung der Akkus, der 300 genügt.

        1. Oskar Kusch

          Wir haben eine „Goddess von AJ mit zwei Akkus. Angeblich bis zu 140 km Reichweite. Die hat einen AC-Anschluss. Wir laden einfach immer wenn der Ladezustand irgendwas unter 50 % sinkt. Dauert keine Stunde. Anders als beim EV-Auto muss man sich mit dem Motorroller aber kräftig umstellen. Die Gewichtsverteilung ist eine andere und wenn man die Bremse auch nur ganz leicht zieht ist der Antrieb komplett weg. Und der kommt schlagartig zurück wenn man die Bremse löst. Ob ds nur bei dem so ist weiß ich nicht.

          1. Andreas Fincke

            Bei meinem Niu in Deutschland wird bei Betätigen der Bremse der Motor als Generator umgeschaltet, noch bevor die mechanischen Bremse wirkt. So kann man auch leicht vor der roten Ampel abbremsen, wirkt hier nur auf das Hinterrad, in dem der Motor verbaut ist. Also Antrieb ist da auch direkt weg, passt.
            Wenn der Bremshebel gelöst wird, gilt der Gasgriff.

            Die Goddess von AJ werde ich mit aber auch mal anschauen.

  2. Bei mir in der Nähe ist ja eine Pol. Wache, da schau ich morgen mal vorbei. Die Ausbeute muss riesig sein an LKW, Pickup PKW und Motorräder. Dass jetzt konsequent durchgegrffen wird ist ja lobenswert.

    1. Peter Pepermans

      Konsequent durchgegriffen – ha ha ha. Nur in diesem Einzelfall. Da lobe ich mir die göttliche Ruhe in Laos.

      1. In Thailand hat man in der Pampa auch seine Ruhe. Bei mir schläft alles um 20 Uhr. Und die Jungen sind mit E-Rollern unterwegs. Junge mit Benzin Mopeds sind deutlich in der Minderheit. Sogar der junge Moped Mechaniker an der Rückseite meines Hauses fährt moderat durch die Gegend selbst mit Kunden Mopeds zu testen.

  3. Joerg Lohkamp

    Beim 1x wird er wohl mit einer Geldstrafe davon kommen + der Auflage -beide Motorräder- in den Originalzustand zurück zu bauen, anschließend nochmalige Kontrolle durch die Polizei ob die DB-Werte nunmehr eingehalten werden ( + hoffentlich -monatlich- zu wiederholender Kontrolle) – so daß in Zukunft die Ruhestörung durch “ diesen “ Ausländer unterbleibt.

    Mit 62 Jahren sollte er es vielleicht etwas “ ruhiger “ angehen lassen – passend zu seinem Alter.

  4. Horst Wiese

    Wenn die im Bild gezeigten 99,5 Dezibel gemessen wurden verstehe ich das Theater nicht. Die Ducati hat werkseitig 98. Also Toleranz Bereich. Wenn jemand unnötig Lärm macht, kann ich verstehen wenn andere sich ärgern. Davon aber so einen Artikel zu machen ist mir unverständlich.

    1. Der deutsche ist aus Bayern und in Pattaya Stadt bekannt unter dem Namen Joghurt lebt seit mehr als 27 Jahren da. Ist egal wieviel Dezibel es wahren, die Thais sind nicht besser. Es geht nicht um die Bikes, die haben ihn auf dem Kicker. Joghurt und ich wahren x gut befreundet.

    2. Die Duc 821 hat ab Werk 95dB, es gibt eine gemässigte Variante „Stealth“ mit 93 dB damit man im Tirol keine Schwierigkeiten wegen den Motorradfahrverboten bekommt. Zum Vergleich eine B747-800 hat lärmt beim Start mit 92dB. Wenn also ein Spätpubertierender [entfernt], das Gefühl hat er müsse seine mangelhafte Potenz mit dem aufheulen lassen seines Bikes aufzupolieren, ist er halt bescheuert. Mitten in der dichtbesiedelten Stadt sowieso. Ich vermute zudem der Herr hat wohl die Schalldämpfer ausgebaut, auch strafbar. Wird hoffentlich teuer!

      Redaktioneller Hinweis: Teile dieses Kommentars, die gegen die Regeln verstoßen haben, wurden entfernt.

  5. Auswanderer

    Bei einem Ausländer wird aus der Mücke ein Elefant gemacht. Die Pick UP’s welche wie Formel 1 Boliden dröhnen und die Roller welche wie heulende Sirenen herumkurven, kümmert Niemanden. Die Polizei würde besser einmal die Einheimischen unter die Lupe nehmen und bei den Händlern und Importeuren ansetzen, welche diese Auspuffanlagen verkaufen. Da werden beide Augen zugedrückt.

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert